UPCR / PCR Rechner (Urin-Protein-zu-Kreatinin-Verhältnis)

Schätzen Sie den Proteinverlust im Urin anhand einer Spontanurinprobe, mit Ergebnissen in mg/g, mg/mmol und g/g.

Zuletzt aktualisiert am: December 14, 2025

UPCR / PCR berechnen

Was ist das Urin-Protein-zu-Kreatinin-Verhältnis (UPCR/PCR)?

UPCR (auch PCR genannt) vergleicht die Menge an Gesamtprotein in einer Spontanurinprobe mit dem Urinkreatinin derselben Probe.

Da die Kreatininausscheidung relativ konstant ist, hilft der Quotient, die Urinverdünnung zu korrigieren und kann den täglichen Proteinverlust annähern.

Ergebnisse können in mg/g, mg/mmol oder einfach als numerisches Verhältnis (g/g oder mg/mg) angegeben werden.

Warum ist UPCR nützlich?

  • Screening und Überwachung von Nierenerkrankungen und Proteinurie.
  • Verlaufskontrolle bei glomerulären Erkrankungen und Therapieansprechen.
  • Eine schnellere Alternative zum 24-Stunden-Sammelurin in vielen Situationen.
  • In der Schwangerschaft kann ein UPCR ≥0.3 (≈300 mg/g) die Diagnose einer Proteinurie bei der Bewertung einer Präeklampsie unterstützen.

So interpretieren Sie Ihr Ergebnis

Normal bis leicht erhöht: Typischerweise <150 mg/g (≈ <17 mg/mmol). Eine anhaltende Erhöhung sollte durch wiederholte Tests bestätigt werden.
Mäßig erhöhte Proteinurie: Etwa 150–500 mg/g. Klinischen Kontext berücksichtigen und Persistenz durch Verlaufskontrollen bestätigen.
Stark erhöhte Proteinurie: >500 mg/g. Oft erfordert eine zeitnahe klinische Abklärung, besonders bei begleitender Hämaturie, Ödemen oder eingeschränkter Nierenfunktion.
Nephrotische Proteinurie: ≥3500 mg/g (≥3.5 g/g). Dieses Ausmaß wird häufig mit einem nephrotischen Proteinverlust in Verbindung gebracht und erfordert eine dringende medizinische Abklärung.

Wichtige Hinweise & Einschränkungen

UPCR ist eine hilfreiche Schätzung, aber Ergebnisse können sich durch Bewegung, Fieber, Dehydrierung, Harnwegsinfektion oder Probenzeitpunkt variieren.

  • Auffällige Ergebnisse sollten bei klinischer Relevanz bestätigt werden (Wiederholungstest).
  • Das Albumin/Kreatinin-Verhältnis (ACR) ist für die frühe Risikostratifizierung der CKD oft bevorzugt, wenn verfügbar.
  • In der Schwangerschaft gelten andere UPCR-Schwellenwerte (üblicherweise ≥0.3). Immer unter geburtshilflicher Anleitung interpretieren.

Diese Seite wurde medizinisch überprüft von Dr. Khoulah Attia – Apothekerin, Fachärztin für Immunologie.