Rechner für pH-korrigiertes Kalium

Schätzen Sie das korrigierte Serumkalium anhand des Blut-pH-Werts, um Kaliumverschiebungen bei Azidämie und verwandten Stoffwechselzuständen besser zu interpretieren.

Zuletzt aktualisiert am: March 30, 2026

pH-korrigiertes Kalium berechnen

Geben Sie das Serumkalium in mmol/L oder mEq/L ein. Für Kalium sind beide Einheiten numerisch äquivalent.
pH
Typischer Eingabebereich: 6,8 bis 7,8. Dieser Rechner ist hauptsächlich für Azidämie gedacht.

Klinische Bedeutung

Bei einer Azidämie kann das Serumkalium normal oder erhöht erscheinen, da Wasserstoffionen in die Zellen und Kalium aus den Zellen wandern. Dies kann ein klinisch wichtiges Gesamtkaliumdefizit des Körpers maskieren.

Dies ist besonders relevant bei diabetischer Ketoazidose und anderen azidotischen Zuständen, bei denen das Serumkalium nach einer Insulintherapie und der Korrektur der Azidose schnell abfallen kann.

Formel und Beispiel

Dieser Rechner wendet die ungefähre Beziehung an, dass sich das Serumkalium um etwa 0,6 mmol/L für jede Änderung des pH-Werts um 0,1 Einheiten von 7,4 ändert.

Verwendete Formel: Korrigiertes K = Gemessenes K - 0,6 × ((7,4 - pH) / 0,1). Diese Schätzung dient nur zur Interpretation und sollte die serielle Elektrolytüberwachung oder die klinische Beurteilung nicht ersetzen.

Beispiel: Wenn das gemessene Kalium 4,8 mmol/L und der pH-Wert 7,10 beträgt, dann ist das korrigierte Kalium = 3,0 mmol/L.

Referenzinterpretation

Schwere Hypokaliämie: < 3,0 mmol/L. Hohes Risiko für Muskelschwäche, Arrhythmien und je nach klinischem Umfeld kann ein dringender Kaliumersatz erforderlich sein.
Hypokaliämie: 3,0 - 3,4 mmol/L. Kalium liegt unter dem Normalwert und sollte im Zusammenhang mit dem gesamten klinischen Bild, Medikamenten und dem Säure-Basen-Status interpretiert werden.
Normalbereich: 3,5 - 5,0 mmol/L. Dieser angepasste Wert fällt in das übliche Referenzintervall, aber eine kontinuierliche Überwachung kann bei instabilen Patienten dennoch erforderlich sein.
Hyperkaliämie: > 5,0 mmol/L. Im entsprechenden klinischen Kontext dringend beurteilen, insbesondere wenn EKG-Veränderungen, Nierenfunktionsstörungen oder eine schwere Azidose vorliegen.

Klinische Hinweise

Dieser Rechner wird am besten als Interpretationshilfe verwendet. Bei DKA und anderen azidotischen Zuständen kann ein Ganzkörperkaliummangel bestehen, selbst wenn das gemessene Kalium normal oder erhöht ist.

  • Verwenden Sie dieses Ergebnis nicht als Ersatz für serielle Kaliummessungen.
  • Zusammen mit EKG-Befunden, Nierenfunktion, Bicarbonat, Anionenlücke und klinischem Status interpretieren.
  • Kalium kann nach Insulinverabreichung und Korrektur der Azidose schnell sinken.
  • Verwenden Sie etablierte Behandlungsprotokolle für das Management von DKA, Hyperkaliämie oder Hypokaliämie.

Diese Seite wurde medizinisch überprüft von Dr. Khoulah Attia – Apothekerin, Fachärztin für Immunologie.