Light-Kriterien-Rechner

Klassifizieren Sie Pleuraergüsse mithilfe der Light-Kriterien anhand von Pleuraflüssigkeitsprotein, Serumprotein, Pleuraflüssigkeits-LDH, Serum-LDH und dem oberen Normwert für Serum-LDH als Exsudat oder Transsudat.

Zuletzt aktualisiert am: April 1, 2026

Light-Kriterien berechnen

Geben Sie das Gesamtprotein der Pleuraflüssigkeit in g/dl oder g/l ein.
Geben Sie das Gesamtprotein im Serum in g/dl oder g/l ein.
Geben Sie die LDH der Pleuraflüssigkeit in U/L, IE/L oder µkat/L ein.
Geben Sie die Serum-LDH in U/L, IE/L oder µkat/L ein.
Geben Sie den oberen Normwert (Labor) für Serum-LDH im gleichen bevorzugten Einheitensystem ein.

Was die Light-Kriterien messen

Die Light-Kriterien werden verwendet, um Pleuraergüsse mithilfe einer gepaarten Analyse von Pleuraflüssigkeit und Serum als exsudativ oder transsudativ zu klassifizieren.

Ein Erguss wird als exsudativ eingestuft, wenn eines der drei Kriterien positiv ist. Sind alle drei Kriterien negativ, wird der Erguss als transsudativ eingestuft.

Diagnostische Kriterien

Kriterium 1 bewertet den Quotienten aus Pleura- und Serumprotein und ist positiv, wenn der Quotient größer als 0,5 ist.

Kriterium 2 bewertet den Quotienten aus Pleura- und Serum-LDH und ist positiv, wenn der Quotient größer als 0,6 ist.

Kriterium 3 ist positiv, wenn die Pleura-LDH zwei Drittel des oberen Normwerts für Serum-LDH überschreitet.

Klassifikation und Interpretation

Exsudativer Pleuraerguss: Mindestens ein Light-Kriterium ist positiv. Dies spricht für einen exsudativen Prozess und rechtfertigt in der Regel eine Abklärung auf eine lokale Pleura- oder Lungenerkrankung.
Transsudativer Pleuraerguss: Keines der Light-Kriterien ist positiv. Dies spricht für einen transsudativen Prozess, der oft mit einem systemischen hydrostatischen oder onkotischen Druckungleichgewicht zusammenhängt.

Wichtige Einschränkungen

Die Light-Kriterien priorisieren die Sensitivität für Exsudate und können in bestimmten klinischen Situationen einige Transsudate fälschlicherweise als Exsudate einstufen.

  • Eine mit Diuretika behandelte Herzinsuffizienz kann Pseudoexsudate hervorrufen.
  • Albumin- oder Proteingradienten können in ausgewählten Grenzfällen hilfreich sein.
  • Die Light-Kriterien sollten zusammen mit dem gesamten klinischen Bild und der Pleuraflüssigkeitsanalyse interpretiert werden.

Diese Seite wurde medizinisch überprüft von Dr. Khoulah Attia – Apothekerin, Fachärztin für Immunologie.